Texstile Kundgaben

Einträge werden als ‘Wortspielchen’ kategorisiert

Zungenathletik WM 2009

August 16, 2009 · Kommentar schreiben

Geher. Gäher. Gähner. Göhner. Gönner. Günner. Günther. Ganther.  Gangster. Gingster. Ginster.

Läufer. Läuser. Lauser. Lauter. Lüter. Lüster. Laster. Lascher. Luscher. Lutscher. Leitscher.

Sprinter. Sprunter. Spruster. Sproster. Sposter. Spüster. Spülster. Spölster. Spönster. Spanster. Spanner.

Springer. Spränger. Spänger. Speunger. Speuner. Spüner. Spünner. Spinner. Spinter. Sponter. Sponler.

Stosser. Stösser. Stösper. Stüsper. Stüsker. Stäsker. Stänker. Stinker. Stirker. Starker. Stalker.

Werfer. Würfer. Würfel. Wörfel. Wölfel. Wolfel. Wollel. Willel. Wiltel. Wultel. Wustel.

Kämpfer. Kampfer. Kamper. Kumper. Kumpel. Kömpel. Kömmel. Kümmel. Krümmel. Krömmel. Krömpel.

Kategorien: Textperimente · Wortspielchen

Schnipp Schnapp Schreib Ab

August 5, 2009 · 1 Kommentar

Es ist so eine Sache mit den guten VorSätzen. Die fixe Idee „An Morgen werde ich …“, Überpläne die zu Unterplänen werden, Geschichten im Kopf, die zwar gedacht aber nicht geschrieben werden. Entschuldigung Nummer Eins ist sicherlich der Mangel an Zeit. Zeit, die zwar nicht verloren, aber anderweitig vergeben ist. Zeit, die die Gedanken mit anderem Gut vermischt und das Streben nach Schreiben verhindert. Weil: Das Hirn funktoniert innerhalb der wachsamen Stunden eines Tages wie eine umgedrehte Sanduhr, und hat nur noch ein Quentchen Sandkörner übrig für die Dinge nach getaner Arbeit, bevor es vollgelaufen und bereit zum Schlafen ist. Was an dieser Stelle wieder als Ausrede gelten muss. Denn: Die Erzählungen gehen weiter, in jeder Nacht ein behaltener Traum bedeutet am Morgen ein neuer Stoff, bereit der Welt in Worte gefasst präsentiert zu werden.

Und so beginnt jeder Tag mit neuen VorSätzen, ohne dass diese vielleicht je verschriftlicht werden. An Ideen mangelt es nicht, aber an Zeit, diese in Lettern zu setzen. Es drängt und zwickt und will heraus, es will gesponnen, gestrickt, gestickt und feinsäuberlich berichtet werden. Wenn es doch NachSätze gäbe, die jederzeit beliebig gesetzt und eingebracht werden könnten, dann würde das Nach das Vor derart aufheben, und die Zeitverrinnung wäre kein Thema mehr, über das die Verfasserin sich grämen machen müsste …

Kategorien: Kundgabe · Wortspielchen

Wider den tierischen Ernst

Oktober 27, 2008 · Kommentar schreiben

Der Erpel Ernst machte seinem Namen alle Ehre, als er widerspenstig seiner Zähmung mit allem ihm gebotenen Ernst entgegenblickte. Der sonst so lustige Vogel, der er war, wollte sich nicht schnabelzahm der Brotkrummen sähenden Meute ergeben. Also zog Ernst wider seinen Sachern der Logik letzter Schluss als er durch einen provizierten Schuß in Brust und Bein durch Schrot und Korn im Schilf darniedergestreckt wurde.

Den Braten hat der Erpel Ernst den widerlichen Lockvögeln dann noch gründlich versauert – denn mit bierernster Mine flog er kurz vor seinem diesseitigen Ableben über den singenden Röhrricht hinweg, die Brust stolz geschwellt und Aug in Aug mit Gevatter Tod, der ihm als eine Taubenbrut erschien – das kann nur, ja muss gar ein zähfasriges Stück Keule ergeben haben. Auch mit den Federn des Entenviehs konnte der hochmütige Vogelmörder nichts Rechtes mehr anfangen, war diese einstmals farbenfrohe Pracht durch das Schießpulver gänzlich zerrupft und schwarzgeblasen.

Und so schnattatert der Erpel Ernst jetzt im jenseitigen Dasein und lacht sich ins Schnäbelchen. Wider den tierischen Ernst, wider den Hochmut.

Für Zuhörer: Wider den tierischen Ernst

Kategorien: Humoreske · Wortspielchen

Think Tank o/de/r Denk Dank

Oktober 14, 2008 · 1 Kommentar

Übersetzungen sind tückisch in gewisser Weise: Ähnelt das zu übersetzende Wort der fremden Sprache nur in der fast identischen Reihenfolge der Buchstaben, so mag der Sinn des ursprünglich Erdachten wortreich weit entfernt liegen. Ein „Gedankendepot“ heisst im Englischen „Think Tank“ (auch andere Varianten in der deutschen Sprache sind hier denkbar). Aber: Will ich in der deutschen Sprache die Feinheiten des gleichlautenden Wortangangs beibehalten, wäre eine Übersetzung wie „Denk Dank“ weitaus angemessener.

Denk Mal An respektive Um. Dank! Dir!

Eine Anregung für Übersetzer und jene, die sich mit dem Gedanken tragen, ein eben solcher werden zu wollen.

Kategorien: Wortspielchen

Suchmaschinenlogik & Freistiltexstilieren

August 26, 2008 · 7 Kommentare

Im Monat August wurden meine sprachverqueren Texstulaten unter Eingabe unten genannter Stichpunkte im weltumspannenden Netz gefunden. Ob der jeweils Suchende wohl im Sinn hatte, auf meine Beiträge zu treffen? Viel spannender jedoch erscheint mir die Frage, was sich aus dererlei Wortfetzenstücken b(r)auen lässt. Sicherlich – es wäre ein Einfaches sich als Autor dieser Texturen zurückzulehnen und Suchbegriffe durcheinander zu werfen, aneinanderzureihen, Bruchstücke durch geschickte Kombination in glänzender Gänze zusammenzufügen und sich auf dem Ruhmeslorbeer der Kreativität auszuruhen. ABER. Ich brauche einen Auftrag. Welche Googlexten sollen die Basis der nächsten zehn Einträge sein, sobald die Amerikareise abgeschlossen ist?

Gib mir Dein Lieblingslistensuchwort und ich sage Dir, was der Suchende zu finden erhoffte!

platinring amerika
röhrenjeans + nietengürtel??
kopfleere
verschwitzte papiere wieder sichtbar machen
taxi+telefonnummer+amerika
wortspielchen
lied thema american way of life
ponyfrisuren
amerikanische adler
die geschicht europas
er sucht schlachtvieh
glasbausteine
sturm der liebe
nyc
american vi
roter nagellack
graubau
gold platin ring gemischt
musik way of life
rasen sonne
hochhaus grau
fichtestraße-berlin
azulejos
crassula ovata setzlinge
adler hintergrund
tallinn auto
glasbaustein tisch
oluempia
was sind phrases
ein kopfe
texstile parteien de
visage latino
fahrrad und tulpen
malaga eis
deutsch cell
rirren
gross händler texstil
verletzte gefühle eines kleinen mädchen
lemmik

Ich freue mich mehr als sehr auf texstile Wünsche. Die Saloniere.

Kategorien: Projekt · Salon · Wortspielchen

Je suis pour tout dire

August 19, 2008 · 1 Kommentar

Je suis fatigué, je suis désolée, je suis privée, je suis ailée, je suis aînée, je suis ruinée, je suis peinée, je suis pennée, je suis sensée, je suis rosée, je suis rusée.

Kategorien: Sprache · Wortspielchen

So Sommer

Juli 2, 2008 · Kommentar schreiben

So mm ahhhh:
Hitze, Staub, Flirren;
Hitze, Haub, Hirren;
Stitze, Staub, Stirren;
Flitze, Flaub, Flirren;
Glitze, Glaub, Glirren;
Ritze, Raub, Rirren;
Pfitze, Pfaub, Pfirren.

So ahhhh mm:
Eisschlecken, Kaltlecken, Frierflecken;
Eisflecken, Kaltschlecken, Frierlecken;
Eislecken, Kaltflecken, Frierschlecken.

mm So ahhhh:
Sonnenbaden und im Wasser laben;
Sonnenlummeln und im Wasser tummeln;
Sonnenbeten und im Wasser treten;
Sonnenbrennen und im Wasser flennen;
Sonnenstrahlen und im Wasser aalen.

mm ahhhh So:
Strand, Sand, Meer;
Stand, Schand, Mehr.

Kategorien: Wortspielchen

PASSend zur Ecke

Juni 10, 2008 · Kommentar schreiben

EM2008. Aus Fuß und Ball wird Fußball. Pfeiffkonzert nach Abseits. Strafraum. Gelbe Karte, rote Karte. Elfmeter. Strafstoss. Freistoss. Schiedsrichter. Linienrichter. Toooooooor. Mittelfeld. Abwehr, Verteidigung. Angriff, Sturm. Libero. Rasen. Schwalbe. Einwurf.

Ein Fan spielt mit. Aus National und Mann und Schaft wird

Rene Adler
Robert Enke
Jens Lehmann
Arne Fried rich
Clemens Fritz
Marcell Jansen
Phi lipp Lahm
Per Mertesacker sack
Christoph stop Metz elder
Heiko Westermann
Michael Ballack lack
Tim Borowski
Torsten Frings
Thomas Hitzlsperger Hit
David Odonkor
Simon Rolfes
Bastian Schweinsteiger wein
Piotr Trochowski
Mario Gomez
Miroslav Klose
Kevin Kuranyi uran
Oliver Neu ville
Lukas Podolski

Kategorien: Humoreske · Wortspielchen

Amerika

April 21, 2008 · 2 Kommentare

Kategorien: Amerika · Auswärts · Wortspielchen

Das Leben ohne und mit Versicherung

März 1, 2008 · 1 Kommentar

Köpfe

Mit 18 (kaheksateist): Partyalarm, Feierei Aldaaa – mit und ohne Sorge/n.
In 7 (seitse) Jahren mit 25 (kakskümmend viis): Autounfall – mit und ohne Vollkasko.
In 16 (kuusteist) Jahren mit 34 (kolmkümmend neli): Wasserschaden – mit und ohne Hausrat.
In 23 (kakskümmend kolm) Jahren mit 41 (nelikümmend üks): Gerichtstermin – mit und ohne Rechtschutz.
In 39 (kolmkümmend üheksa) Jahren mit 57 (viiskümmend seitse): Zahnersatz – mit und ohne Kranken.
In 42 (nelikümmend kaks) Jahren mit 60 (kuuskümmend): Sachschaden – mit und ohne Haftpflicht.
In 50 (viiskümmend) Jahren mit 68 (kuuskümmend kaheksa): Rente – mit und ohne Leben.

Bilder

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Kategorien: Fotografie · Wortspielchen