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„The Empire State“
New York, unscharf aber HOT. Auf Sheep Meadow in der gleisenden Sonne unter strahlend blauem Himmel gelegen. In der Bleeker Street heiß-cremiges Risotto mit Meeresfrüchten und feurigem Rotwein genossen. Trotz Regentag mit den brandneusten Fashion Trends versorgt (inklusive umbrella to go and throw). Abends „Top of the Rock“ besucht, deswegen *. Durch die glühende Stadt mit brennenden Füßen flaniert, von Madison Square Park über Union Square zu Washington Square Park (dieser Tage nur halb begehbar). In der Tokyo Bar NY in TriBeCa Spicy Tuna Tartar und Wasabi Martini verkostet.
* Nachts geil ein Foto? Nacht-Skyline-Foto! Das Imperiale Staatsgebäude.
May 11, 2008 Blue/Yellow/Blue
European Union, Europe Day
May 12, 2008 Blue/Blue/Blue
Police Memorial Week Kick-Off

May 13, 2008 Purple/Purple/White
New York University, 2008 Commencement
May 14, 2008 White/White/White
ESB Lighting
Kategorien: Amerika · Auswärts · Lieblingstiltext · Projekt · Sprache
„America Starts Here“
Bieweli un ‘es Zuckerschleck blabbere inner South Street Pennsilfaani Deitsch.
En wennich fremm is schunn, awwer mir gucke iwweraal, ‘es Aag het ebbes zu abwexele. ‘es Schtrooss is schtarrck verschnuddelt, awwer schunscht wunnerschee . ‘es Wohning is annerscht hier owwe, ‘es Dierli is von Babblebaam . Veggel wie ‘es Schtaar gauze, ‘es Blaeckbier is schunn bloh. Allfart is Freiheet zu schpiere, du musscht nadierlich zerick in ‘es ‘Zeitleckdrick.
Heemweh schpiere mir gans schtump inner Bruscht. Awwer mir blabbere, frieh un owets, so des ‘es Hatz vor Freeht rot waerre muss. Mir dramme vom Hiwwel Freiheet un misse gans greislich lache.
Junge und Süßigkeit plappern in der South Street Pennsylvania German.
Ein wenig fremd ist es schon, aber wir schauen überall, das Auge hat etwas um sich abzuwechseln. Die Straße ist stark verschmutzt, aber sonst wunderschön. Die Wohnung ist anders hier oben , die Tür ist aus Pappelbaum. Vögel wie die Amsel bellen, die Brombeere ist schon blau. Immer ist Freiheit zu spüren, du musst natürlich zurück in den Zeitstrom.
Heimweh spüren wir ganz stumpf in der Brust. Aber wir plappern, früh und abends, so dass das Herz vor Freude erröten muss. Wir träumen vom Hügel der Freiheit und müssen ganz fürchterlich lachen.
Empfehlung zum Schluß: Rumspringa
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Nasenknick, Augenblick.
Ohrenschmaus, Hauptkopflaus.
Mundschenk, Handgelenk.
Pulsklopfen, Blutstropfen.
Kniescheibe, Schienbeinreibe.
Knochensplitter, Magenbitter.
Lymphdrainage, Fußmassage.
Leberfleck, Fingernageldreck.
Pobacke, Hautmacke.
Wimpernzange, Backenwange.
Brauenstift, Venengift.
Lungenflügel, Faustgeprügel.
Bauschmerz, Hasenherz.
Zahnstein, Schlüsselbein.
Zungenschnalzer, Daumenwalzer.
Darmstadt, Schulterblatt.
Achselhöhle, Porenöle.
Muskelzucken, Rückenjucken.
Zehensocken, Schamhaarlocken.
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In der Welt der Nummern und Akronyme ist ein jedes mit gruppenspezifischer Symbolik derart behaftet, dass ein außenstehendes Individuum nicht nur den tieferen Sinn nicht zu verstehen vermag auch die Bedeutung ansich kann weniger bis gar nicht ergründet werden. Auch ist es mitunter so, dass bei dem Unwissenden das Gefühl entstehen kann, es handele sich bei dem vollkommen fremd erscheinenden Zusammenspiel aus Ziffern und Buchstaben um eine ausländische Sprache, derer er nicht mächtig ist.
Nun, in diesem Fall, ist es gut so und soll auch nicht für Jedermann verständlich sein. Aber der Eingeweihte wird die Formel in der Titelzeile lesen und verstehen. Und sich – davon gehe ich fest aus – überalles freuen.
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Die Aufgabe eines Schreibenden ist, Buchstaben zu Worten zu ordnen und Worte in Sätze zu setzen. Zur Aufgabe ist der Schreibende dann gezwungen, wenn Buchstaben in Unordnung geraten, Worte sich nicht setzen lassen wollen und der Schreibende ganz und gar an der Satzbildung gehindert wird.
Manch eine Poesie ist allein durch die Aufgabe des Herzens des Schreibenden entstanden und die Kapitulation vor der Liebe konnte nur durch das Schreiben verhindert werden. Prosaisches andererseits entsteht gut und gerne durch das Aufgabeln von fremden Geschichten, die der Schreibende geschickt in einer vermeintlich eigenen Erzählung zusammenführt.
Nur eines darf dem Schreibenden niemals passieren: Seine Gabe, schreiben zu können, aufzugeben.
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Metzgereifachverkäufer Maik, von seinen Freunden Schlächter Äsen genannt, arbeitet in einem Wurst- und Fleischwarenladen in einem kleinen Kaff süd-östlich von Berlin. Alles scheint seinen Gang zu gehen, der Chef jammert zwar stetig über die ortüblichen Fleischpreise, da er das bei den Bauern im Umland erstandene Fleisch fast zum Einkaufspreis wieder an die Kundschaft abgeben muss, aber das kümmert Maik wenig. Eines Tages jedoch kündigt der Chef an, dass er wahrscheinlich bald Personal entlassen müsse, um den Laden bei den niedrigen Fleischpreisen zu halten. Andernfalls verliere er seine Kunden, so der Chef, die lieber billig-preiswert zu den großen Supermärkten am Rande des Ortes einkaufen gingen.
Aus Sorge um seinen Arbeitsplatz ersinnt Schlächter Äsen zusammen mit seinem Kumpel Knorke einen Plan: Sie treffen sich mit einem Fleischhändler in Berlin, der ihnen supergünstige und verarbeitungsfertige Ware verspricht, nur Fragen dürfen sie keine stellen. Der Deal scheint perfekt: Chef zufrieden, Arbeitsplatz sicher und der Euro rollt. Bis Knorke plötzlich mit einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus muss und die Gesundheitsbehörde vor Metzger’s Tür steht. Schlächter Äsen macht sich in Berlin auf eigene Faust auf die Suche nach dem Schwarzhändler und gerät in ein Netz aus Gammelfleisch, Lügen und illegalen Geschäften. Als Maik den „Fleisch-Paten“ enttarnt, wird er selbst beinahe zum Schlachtvieh…
Ein Film über Deutschland, wie er ehrlicher nicht sein kann: Fleischskandale, Arbeitslosigkeit, Brandenburger Tristesse gegen Berliner Moloch. Demnächst an ihrer Wursttheke.
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Eine Stadt lebt von und durch ihre Attribute:
Peking, die verbotene Stadt.
New York, die schönste Stadt.
Paris, die Stadt der Liebe.
Berlin, die Stadt weiter…
Morgens, blaue Stunde, ich wache auf und lausche der absoluten blauen Stille. Es ist noch sehr früh, schlafen kann ich nicht mehr, also weiter…
Der Vorhof zur Hölle ist zugleich Durchgangssaal zum Himmel. Ein Raum ohne Dimensionen. Beide Eingänge sind an der Wand, nebeneinander gelegen. Die Wand ist schwarz, weiter…
Der lichtblaue Himmel spannt sich über die sandfarbenen Zinnen der hohen Burg. Es ist heiss um diese Jahreszeit, doch die Gefangene kann die Hitze hinter den dicken Mauern nicht fühlen weiter…
Kategorien: Auswärts · Lieblingstiltext
Heute beschäftige ich mich – aufgrund akuter Kopfleere fällt mir nichts anderes ein – mit einer der Hauptlehren von Sprachspielforschung: Worte, die
a) in ihrem Klang ähnlich sind wie
Lärche und Lerche
Laib und Leib
Stadt und statt
Mär und mehr
Mahl und Mal
Reh und Re
Alb und Alp
Wal und Wahl
Laien und leihen
b) Synonym verwendet werden
Stuhl und Sitz
Gang und Flur
Zimmer und Raum
Angst und Furcht
Obst und Frucht
Weg und Pfad
Kino und Filmtheater
Ding und Sache
Gefallsucht und Eitelkeit
c) in einer kombinierten Zusammenstellung einen neuen texturellen Glanz erhalten:
Auf einem Stuhl saß eine Lerche
befand sich so im Zimmer statt
auf dem astigen Sitz einer Lärche.
Ganz allein im Raum in der Stadt,
Hatte sie Angst vor dem Alb.
Sie hatte im Kino gesehen die Mär,
wo Furcht er verbreitet hat, der Alp.
Sie geht in das Filmtheater nicht mehr.
Da hört sie auf dem Gang ein Reh,
das sich Obst wünscht für sein Mahl,
auf dem Flur es spricht zu Re,
ob es eine Frucht gibt dieses Mal.
Auch muss es noch ein andres Ding sich leihen,
auf seinem Weg zum Wal.
Denn ist’s doch immer die Sache der Laien,
zu pflastern den Pfad, zu treffen die Wahl.
Der Eitelkeit zu opfern den teigigen Laib,
der Gefallsucht zu schenken den eigenen Leib.
Kategorien: Lieblingstiltext · Sprache
Dünne Fäden : Fünne Däden
regnet es : egnet res
Dunkle Wolken : Wunkle Dolken
ziehen vorbei : viehen zorbei
sammeln Wasser : wammeln Sasser
reiben sich : seiben rich
Blitze zucken : Zitze blucken
Donner grollen : Gronner dollen
Bäume zittern : Zäume bittern
Winde blasen : Blinde wasen
Regen schauert : Schegen rauert
Es hagelt : Hes agelt
weiße Eiskugeln : eiße Weiskugeln
Glatt ist’s : Att glist’s
Nasse Straßen : Strasse Naßen
Plätze, Dächer : Dätze, Plächer
Schuhe, Hosen : Huhe, Schosen
Menschen retten : Renschen metten
ihre Häupter : hihre Äupter
unter Schirme : schunter Irme
Es regnet : Res egnet
dünne Fäden : fünne Däden
Kategorien: Lieblingstiltext · Sprache
Ein Morderator ist eine Person, die zwischen einer oder mehreren Parteien konfliktschürend eingreift. Morderatoren werden unter anderem von der Verwaltung zur Eskalation oder zur Abkehr einer sachlichen Diskussionsebene eingesetzt, z.B. wenn Diskussionen zwischen Interessengruppen (zu) harmonisch sind. In Organisationen und Unternehmen helfen Workshop-Morderatoren den Gruppen, Strategien zu zerschlagen, Reorganisationen durcheinander zu bringen, Pläne zu vereiteln oder einen Erfahrungsaustausch zu blockieren.
In Diskussionsrunden, beispielsweise bei Hörfunk- und Fernsehsendungen, verweigert der Morderator das Gespräch. Auch Magazinsendungen, die ohne Studiogäste auskommen, werden von Morderatoren aggressiv geführt. Die Bezeichnung Morderator bezieht sich in diesem Fall auf die Verlautbarung von extrem provokanten Thesen und moralisch fragwürdigen Beiträgen sowie das explizite Herausfordern von gewalttätigem Verhalten bei dem Zuschauer/Zuhörer.
Auch im Internet werden Morderatoren eingesetzt, etwa in Webforen, um Streit anzuheizen und unerwünschten oder unpassenden, verletzenden und gesetzeswidrigen Beiträgen zuzustimmen, diese zu bekräftigen oder zu verhindern, dass diese Beiträge gesperrt werden (zum Beispiel durch das Einschleusen von Computerviren, die spezielle Programme, die in der Regel das Entfernen von Beleidigungen in Beiträgen übernehmen, lahmzulegen).
Texperiment nach Behandlung. Zur Vorher-Messung.
Kategorien: Humoreske · Lieblingstiltext