Texstile Kundgaben

Schnipp Schnapp Schreib Ab

August 5, 2009 · 1 Kommentar

Es ist so eine Sache mit den guten VorSätzen. Die fixe Idee „An Morgen werde ich …“, Überpläne die zu Unterplänen werden, Geschichten im Kopf, die zwar gedacht aber nicht geschrieben werden. Entschuldigung Nummer Eins ist sicherlich der Mangel an Zeit. Zeit, die zwar nicht verloren, aber anderweitig vergeben ist. Zeit, die die Gedanken mit anderem Gut vermischt und das Streben nach Schreiben verhindert. Weil: Das Hirn funktoniert innerhalb der wachsamen Stunden eines Tages wie eine umgedrehte Sanduhr, und hat nur noch ein Quentchen Sandkörner übrig für die Dinge nach getaner Arbeit, bevor es vollgelaufen und bereit zum Schlafen ist. Was an dieser Stelle wieder als Ausrede gelten muss. Denn: Die Erzählungen gehen weiter, in jeder Nacht ein behaltener Traum bedeutet am Morgen ein neuer Stoff, bereit der Welt in Worte gefasst präsentiert zu werden.

Und so beginnt jeder Tag mit neuen VorSätzen, ohne dass diese vielleicht je verschriftlicht werden. An Ideen mangelt es nicht, aber an Zeit, diese in Lettern zu setzen. Es drängt und zwickt und will heraus, es will gesponnen, gestrickt, gestickt und feinsäuberlich berichtet werden. Wenn es doch NachSätze gäbe, die jederzeit beliebig gesetzt und eingebracht werden könnten, dann würde das Nach das Vor derart aufheben, und die Zeitverrinnung wäre kein Thema mehr, über das die Verfasserin sich grämen machen müsste …

Kategorien: Kundgabe · Wortspielchen

1 Antwort bis hierher ↓

  • spezialpeggy // August 6, 2009 um 8:13 | Antworten

    wäre es nich mal ein gedanke wert eines mal nicht zu schreiben, weil die zeit anderweitig in einer restauration zusammen mit peggy verbracht wurde?
    (wir könnten ja die rechner mitnehmen und ganz modern stereobloggen?)
    (spontan ginge heute…)

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