Beiträge vom August 2008
Im Monat August wurden meine sprachverqueren Texstulaten unter Eingabe unten genannter Stichpunkte im weltumspannenden Netz gefunden. Ob der jeweils Suchende wohl im Sinn hatte, auf meine Beiträge zu treffen? Viel spannender jedoch erscheint mir die Frage, was sich aus dererlei Wortfetzenstücken b(r)auen lässt. Sicherlich – es wäre ein Einfaches sich als Autor dieser Texturen zurückzulehnen und Suchbegriffe durcheinander zu werfen, aneinanderzureihen, Bruchstücke durch geschickte Kombination in glänzender Gänze zusammenzufügen und sich auf dem Ruhmeslorbeer der Kreativität auszuruhen. ABER. Ich brauche einen Auftrag. Welche Googlexten sollen die Basis der nächsten zehn Einträge sein, sobald die Amerikareise abgeschlossen ist?
Gib mir Dein Lieblingslistensuchwort und ich sage Dir, was der Suchende zu finden erhoffte!
platinring amerika
röhrenjeans + nietengürtel??
kopfleere
verschwitzte papiere wieder sichtbar machen
taxi+telefonnummer+amerika
wortspielchen
lied thema american way of life
ponyfrisuren
amerikanische adler
die geschicht europas
er sucht schlachtvieh
glasbausteine
sturm der liebe
nyc
american vi
roter nagellack
graubau
gold platin ring gemischt
musik way of life
rasen sonne
hochhaus grau
fichtestraße-berlin
azulejos
crassula ovata setzlinge
adler hintergrund
tallinn auto
glasbaustein tisch
oluempia
was sind phrases
ein kopfe
texstile parteien de
visage latino
fahrrad und tulpen
malaga eis
deutsch cell
rirren
gross händler texstil
verletzte gefühle eines kleinen mädchen
lemmik
Ich freue mich mehr als sehr auf texstile Wünsche. Die Saloniere.
Kategorien: Projekt · Salon · Wortspielchen
Je suis fatigué, je suis désolée, je suis privée, je suis ailée, je suis aînée, je suis ruinée, je suis peinée, je suis pennée, je suis sensée, je suis rosée, je suis rusée.
Kategorien: Sprache · Wortspielchen
„Ich bin ein Obama“. Mit diesem berühmten Satz setzte sich der demokratische Präsidentschaftskandidat im Juli 2008 vor der Siegessäule – von den Einheimischen liebevoll auch „Goldelse“ genannt – ein historisches Denkmal. Denk mal? Auch wenn dieser Satz in Wirklichkeit ein wenig anders geklungen hat, er Jahre zuvor schon in die Kapitel der Weltgeschichte eingegangen ist, aus dem Mund eines echten amerikanischen Präsidenten (und nicht aus dem eines Anwärters) stammt, und tatsächlich vor dem Brandenburger Tor von ebendiesem ausgesprochen wurde – die Ähnlichkeit kann nur Wahlkampf sein.
„Yes, we can“ oder „I have a dream“: Verständliche Botschaften, aber Rhetorisch brillant. So sitzt jeder gesprochener Satz wie ein Maßanzug und unterstreicht das Talent des Wahlkämpfenden, Massen zu bewegen, Massen hinter sich zu vereinigen, Hoffnungsträger und Weltenretter zugleich sein zu können. Zumindest im Fall des demokratischen Vertreters.
Ganz anders hingegen wirken Auftritte des deutlich älteren Herren auf republikanischer Seite. Hier fallen Worthülsen wie leergefeuerte Patronenummantelungen, um den Gegner zu schwächen. Taktik ist alles, klug Gesagtes ist anders. Im Kampf um Stimmen und Stimmungen ist (fast) alles erlaubt.
Aber auch in unfeinen Wortgefechten und öffentlichen Schlammschlachten fällt ein wahrer Satz. “Now is the time to put an end to it.” Stop talking, just do it. Zeit, dass die sprachlichen Qualen der Wahlen wieder vorbei sind, und Tatsächliches durch Taten zu sehen ist.
Kategorien: Amerika · Auswärts · Humoreske · Projekt · Sprache
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke und einen Bildband über Logo-Design in Baltimore.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke und einen Bildband über Logo-Design in Baltimore und eine Sonderausgabe des „White Album“ der Beatles.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke und einen Bildband über Logo-Design in Baltimore und eine Sonderausgabe des „White Album“ der Beatles und einen Platinring mit zwei Topassteinen.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke und einen Bildband über Logo-Design in Baltimore und eine Sonderausgabe des „White Album“ der Beatles und einen Platinring mit zwei Topassteinen und einen cremefarbenen Satinschlafanzug.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke und einen Bildband über Logo-Design in Baltimore und eine Sonderausgabe des „White Album“ der Beatles und einen Platinring mit zwei Topassteinen und einen cremefarbenen Satinschlafanzug und eine schwarze Geldbörse mit Krokomuster.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke und einen Bildband über Logo-Design in Baltimore und eine Sonderausgabe des „White Album“ der Beatles und einen Platinring mit zwei Topassteinen und einen cremefarbenen Satinschlafanzug und eine schwarze Geldbörse mit Krokomuster und giftgrünen Nagellack in drei Varianten.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke und einen Bildband über Logo-Design in Baltimore und eine Sonderausgabe des „White Album“ der Beatles und einen Platinring mit zwei Topassteinen und einen cremefarbenen Satinschlafanzug und eine schwarze Geldbörse mit Krokomuster und giftgrünen Nagellack in drei Varianten und eine Vase aus Kunstperlen.
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar rote Stilettos und ein Paar dunkelblaue Röhrenjeans und einen Nietengürtel, weiß und eine ockerfarbene Wildlederjacke und einen Bildband über Logo-Design in Baltimore und eine Sonderausgabe des „White Album“ der Beatles und einen Platinring mit zwei Topassteinen und einen cremefarbenen Satinschlafanzug und eine schwarze Geldbörse mit Krokomuster und giftgrünen Nagellack in drei Varianten und eine Vase aus Kunstperlen und die Karte will nicht mehr bezahlen, sie zerfließt mir in den Händen, die Kassendame ist machtlos, ich bin es auch, die Tüten fallen zu Boden, alles fällt. Fällt zu Boden, zusammen gewürfelt liegen sie da, die Einkäufe der letzten 3 Stunden, bunt gemischt. Die Karte ist Wasser, flüssig bin ich nicht mehr, das Konto ist erschöpft, ich bin es auch. Für heute.
Am nächsten Tag habe ich eine neue Karte, goldgänzend mit kristallblauem Emblem, in festem Zustand, bereit für:
Ich zücke meine Kreditkarte und bezahle ein Paar gelbe Stilettos …
Kategorien: Amerika · Auswärts · Projekt · Sprache