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Die Vergangenheit in der Gegenwart ist Zu(…)kunft

März 9, 2008 · 1 Kommentar

Die Vergangenheit in der Gegenwart ist Zu(sammen)kunft aus zwei oder mehr Zeiten. In Tallinn trifft sich buntes Mittelalter mit verschnörkeltem Zarentum mit verspiegelten 1990er Jahren. Modern ist, was alt ist, zeitgemäß ist, was vor Neunzehnhundertvierzig und nach Neunzehnhunderteinundneunzig archtiktonisch das Stadtbild geprägt hat. Dennoch gibt es immer noch: 5o Jahre Monumentum. Enorme Formen, grau verbaut.

 Weg

50 Jahre ist die verschmähte Zeit dazwischen, kommunistische Tage, die ihre bauwerklichen Spuren in der Gegenwart gelassen haben. Eine Architektur wie aus kalten Sciene Fiction Erzählungen, unmenschlich, unberechenbar, gewaltig gewaltätig.

Hochhaus

50 Jahre in Händen anderer, unterdrückt, vereinnahmt, anders und doch gleich wie schon viele Male zuvor fremdbestimmt durch Schweden, Deutschland, Dänemark. Die Vergangenheit wie sie dieses Land geprägt hat, liegt sichtbar in dem, was gebaut worden ist. Die Geschichte Europas ist zusammengetragen in dem kleinen Zentrum der Hansestadt und kann in wenigen Stunden nur besucht, angesehen und angelächelt und beweint werden.

 Hände

Kategorien: Auswärts · Fotografie · Tallinn

1 Antwort bis hierher ↓

  • Bjoern // März 10, 2008 um 2:50 | Antworten

    Interessant. Und volle Zustimmung. Aber ich konnte mich der Wirkung von solch ‘gewaltiger’ Bauweise nie ganz entziehen (denke immer: “Mensch hier SchwarzWeiß Photos!”),fände es aber falsch, weiter so zu bauen (wegen macht kaputt).
    Kannst Du da auch Elegantes in dem unmenschlichen Meer finden?

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