Texstile Kundgaben

Beiträge vom Februar 2008

Das perfekte Wort

Februar 24, 2008 · 2 Kommentare

öö – ein Palindrom der Extraklasse, bestehend aus einem gedoppelten Vokal ö, welcher glücklicherweise im Estnischen wie auch im Deutschen zu finden ist, so dass sich die Aussprache dieses wundervoll perfekt geformten Wortes meiner Kenntnis nicht entzieht.

Sie gleichen ein öö wie öö dem anderen.

Kategorien: Sprache · Tallinn

See On Pool Kell

Februar 20, 2008 · 2 Kommentare

See
Deutsch: Stillgewässer, Binnengewässer
English: sehen
Eesti: es
Google: See – RiS-Kommunal; zumsee – Home; Knappschaft-Bahn-See

On
Deutsch: (umgangssprachl.) ohne
English: an, auf, über
Eesti: ist
Google: Ruby on Rails; Maps On Us; Vinyl-On-Demand

Pool
Deutsch: Poøl
English: Becken
Eesti: halb
Google: Pool Doktor – Ratgeber für Schwimmbad; POOL Trade Show; p o o l :: a r c h i t e k t e n

Kell
Deutsch: Kelle, Schöpflöffel
English: knell = Totenglocke or cell = Zelle
Eesti: Zeit, Uhr
Google: Kell & Rigby; Kell, Kamchatka, Russia; Kell Corporation

Fensterblick mit Sonne
Fensterblick, anfangs

Näher ist der Halbzeitblick
Fensterblick mit Sonne, näher

Kategorien: Auswärts · Sprache · Tallinn

lemmik

Februar 13, 2008 · 3 Kommentare

Minu lemmikkell on pool kaks öösel.
Minu lemmiknumber on kakskümmend kolm.
Minu lemmikamet on ajakirjanik.
Minu lemmikmaa on Jaapan.
Minu lemmikkeel on eesti keel.
Minu lemmiksõna on lumi.

Mis on sinu lemmiks?
Minu on kraadiklaas, käsi, raamat, võitid? Ka rõõmus, piim, perekonnanimi, üliõpilane, kuus. Ja jäääär küll!

——————————————–

öösel – Mööbel – Schnöösel – Geblöödel – Vöögel – Geröödel – das lööbel ich mir.

Schlußß mit lußtig: Döörtii Däänziing.

Kategorien: Auswärts · Sprache · Tallinn

Auf Tallinn blickt

Februar 10, 2008 · Kommentar schreiben

Rekordr.

Aus dem Hotel und über die Stufen zur Linnahall.

Stairway to heaven

Ein Blick, der lohnt.

Kategorien: Auswärts · Tallinn

Arbeitsmarkt, online

Februar 10, 2008 · 1 Kommentar

The majority of searches the FBI conducts aren’t on criminals but on normal everyday citizens, like someone applying for a job.
The Wall Street Journal, by Ben Worthen (Friday 7th, 2008)

Profilneurosen? Profildiagnosen! Die Bewerbung der Zukunft ist enorm zeitsparend, weil online und telefonisch im Hintergrund automatisch generiert. Der Lebenslauf spiegelt das Leben des Bewerbers perfekt wieder: Fertigkeiten und Spezialgebiete im Bereich illegale Tätigkeiten (Mord, Drogenhandel, Steuerhinterziehung), Erfahrungen mit der Arbeit in einem internationallen kriminellen Umfeld, Stand der fachlichen Kenntnisse zu den Themen „Terrorismus“ oder „Waffenvertrieb“ sowie praktische Nachweise und Arbeitsproben. Zu guter Letzt, der Criminal Intent Score (CIS) auf einer Skala von 1 bis 94, der die Stärke der kriminellen Energie ausdrückt: Bin ich geeignet? So ausgerüstet, sollte einer erfolgreichen Bewerbung als Selbstmordattentäter, Auftragsmörder oder Bankräuber nichts mehr im Wege stehen.

Beispiel gefällig?

Marie studiert Politikwissenschaft und schreibt eine Arbeit über die aktuelle politische Lage im Nahen Osten. Dafür recherchiert sie im Internet. Ihr Freund ist Iraner und aus diesem Grund lernt sie Farsi. Sie hat mehrfach gegen den Krieg im Irak demonstriert und engagiert sich auch aktuell gegen das Vergessen, das im Irak immer noch Krieg herrscht.

Welchen CIS Marie wohl erreicht?

Kategorien: Humoreske · Kritik : Kritik

Verbindung

Februar 7, 2008 · 1 Kommentar

Ich werde überhaupt nicht für mich sterben, sondern nur für andere, die Zurückbleibenden, aus deren Verbindung ich gerissen werde. Für mich selber ist die Todesstunde Stunde der Geburt zu einem höheren, neuen, herrlichen Leben.

Johann Gottlieb Fichte, (1762 – 1814), deutscher Theologe und Philosoph

Es sind Zwei, deren einzige Gemeinsamkeit darin besteht, dass ihre Seelen zur selben Stunde an zwei weit voneinander gelegen Orten die irdischen Hüllen verlassen haben. Der Tod des einen hat mich bewegt, der Tod des anderen schmerzt und eben dieser Schmerz, die Trauer um den Verlust, wird ein wenig länger in mir bleiben.

Gibt es Trost für uns, die wir weiter im Diesseits wandeln? Die Verstorbenen sind im begrenzten Raum und Zeitgefüge unserer Welt nicht mehr real existent, aber sie leben in unseren Erinnerungen hinfort. Alles Körperliche am Menschen mag vergänglich sein, sein Wesen ist jedoch unsterblich, wenn es eine Persönlichkeit hat. Die Unsterblichkeit der Persönlichkeit ist es, nachdem wir ein Erdenleben lang streben. Eine Persönlichkeit ist, wer Liebe gegeben, wer Liebe empfangen hat. Der Eintritt in das Edenleben ist gewiss, wenn es gelungen ist, zu einer Persönlichkeit geworden zu sein, die zu Lebzeiten geliebt worden ist und auch über den Tod hinaus mit Liebe bedacht wird.

Es ist ein Trost, mit meiner Erinnerung die Liebe zu fühlen und zu wissen, dass diese Bande bestehen – bis in die Ewigkeit.

Kategorien: Saloniere · Zitatberichte

öö – Nacht

Februar 3, 2008 · Kommentar schreiben

Tallinn öö

Es waren zwei sanfte und zwei harte Tage. Der Wind sauste um mein Haus, mein Herz zerbarst im Sturm der Liebe und der Trauer. Es war Wiedersehen, es war Abschied. Das Licht, so wenig gibt es hier davon in diesem wechselhaften Winter. Es regnet (vihm), es schneit (lumi).

R/ Der Himmel ist meist nicht zu sehen, ob Du wohl durch den dicken Wolkenvorhang blicken kannst? Siehst Du mich des Nachts am Fenster stehen, wenn Autos rasen und von der Dunkelheit verschluckt werden?

P/ Es waren diese Deine Umarmungen, die mich trösten konnten für einige kurze aber gemeinsame Stunden. Es war und es ist Dein Lächeln, das mich leben lässt, das mir Glut und Tau und Nektar ist.

Jetzt ist die Stadt wieder in Pech getaucht, Fenster klappern, Autos rauschen. Goldene Lichtfetzen geben vor, dass es möglich sein könnte, die Nacht zu durchdringen. Träume bittersüß, head ööd.

Tallinn öö

Kategorien: Auswärts · Fotografie · Tallinn

Eesti keel

Februar 2, 2008 · 2 Kommentare

3 Worte, die auf der Straße in Tallinn liegen.

Olümpia

Rüütli

Tunneli

Und ein Begriff, der die Auswirkung derselben in sich trägt:

Elektritööd

Kategorien: Auswärts · Fotografie · Tallinn

Schwarz, Weiß, Grau?

Februar 2, 2008 · Kommentar schreiben

Grau ist Schwarz und Weiß. Der Tod hat keine Farbe mehr.

Ich weiß nichts. Nichts mehr und kein Wiedersehen.

Ich sehe schwarz. In diesen Tagen, Du bist nicht mehr hier.

Der Himmel ist grau. Mein Herz weint.

Tränen, farblos, fließen. Es sind meine Tränen und ich sage leise: Adieu. Du kommst nicht mehr wieder, aber Dein Lachen, Dein Reden, Dein Sein wird für immer mit mir sein.

Für R. und für K. In Liebe.

Kategorien: Saloniere