
Ein Schnee mit Sonne. Ohne viele Worte, die weiße Pracht war nur von kurzer Dauer.

Ein Schnee mit Sonne. Ohne viele Worte, die weiße Pracht war nur von kurzer Dauer.
Kategorien: Auswärts · Fotografie · Tallinn
salut – ¡hola! – tere – hallo – shalom – hello/hi
thank you – danke – toda raba – täna/aitäh – merci – gracias
manish ma? how are you? kuidas sa elad? wie geht es dir? ¿qué tal? ca va?
gut – tov – bien – bueno – hästi – fine/good
vabandust – excuse me/sorry – perdón – excusez-moi – slicha – entschuldigung
Kategorien: Sprache
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Es glitzert und blinkt, es klimpert und klingelt. „Rien ne va plus“ summt der Croupier. Der einarmige Bandit steht unbeachtet, Black Jack spielt Baccara, verzieht keine Mine, wirft Krone um Krone auf filzgrün-bezogenen Tisch. In Reno geht gerade die Sonne auf, in Tallinn ist es dunkel um die Häuser, die den großen Reichtum versprechen. In den Casinos der Stadt werfen schwarzgefärbte Finger Münze um Münze stumm in den stets hungrigen Spielautomaten. In den Spielhöllen der Erde gibt es keinen Himmel für die gefallenen Engel, die dennoch auf Erlösung warten. In den Pokerstuben der virtuellen Welt wird unsichtBares von vernetzten Spielern ausgegeben.
Die Verführung ist groß, der Glaube an das richtige Quentchen Glück zur rechten Zeit ist unerschütterlich. Einmal im Leben den 6er im Lotto bejubeln, einmal im Dasein den Jackpot knacken, einmal im Diesseits auf das richtige Pferd gesetzt haben. Schlösser entstehen im Kopf, der rote Ferrari, die Yacht, der Privatjet sind nur träumerische Ergänzungen eines rundum erfüllten Lebens. Ein Leben mit Geld ist harte Arbeit und teuer erspielt – sollte Fortuna tatsächlich ein Einsehen gehabt und das Hufeisen an der richtigen Stelle fallen gelassen haben.
Nägemist!
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Ungezähmte Regenflut zieht über die Stadt, das Meer, den gewaltigen kommunistischen Bauwerk mit Blick auf den Hafen. Diffuses Licht vermischt die Sicht auf den Strand.
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Estlandia – lumi ei – vihm või sadama? Ich hoffe auf weitere weiße weiche Tage, wie bereits vor 7 Tagen es gewesen ist. Tallinn im Schnee ist Wunderland, für eine Eisprinzessin gemacht.
P.S.: Trübgraunasse Tage inspirieren gerade nicht recht zum Texstilieren.
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An Kalt- und Kurzlichtagen benötigt ein Mensch ein warmes Refugium, in das er sich zurückziehen kann, um z.B. zu schreiben oder seine Gedanken kreisen lassen zu können.
Die Austattung der Räumlichkeiten entspricht dem individuellen Geschmack des Bewohners, sofern dieser die Einrichtung selbst vorgenommen hat.
Wie wohl man sich zwischen den eigenen vier oder mehr Wänden fühlt, hat sehr viel damit zu tun, wie stark die Identifikation mit der Möbelierung ist.
Licht ist ein wesentlicher – vielleicht wirklich der wichtigste – Bestandteil einer Wohnung. Das betrifft die perfekte Platzierung künstlicher Lichtquellen ebenso wie die Größe und Lage der Fenster.
Eine gläserne Behausung beeinflusst die Stimmung des Bewohners je nach Farbe des Glases.
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Orientierungsprobleme in einer unbekannten Nachtstadtumgebung führen mitunter zu Erlebnissen, die Teil einer aktionsreichen Filmszene werden könnten:
[Einblendung] Eine nur spärlich beleuchtete Straße. Eine weitgehend vermumte Person passiert eine schwarze Limosine, die am Straßenrand geparkt ist.
[Aktion] Die Alarmanlage der schwarzen Limosine ruft ihren durchdringenden Laut in die Nacht hinaus. Die vermumte Person geht strammen Schrittes vorwärts. Ein Auto fährt heran und hält links neben der Person. Es ist ein Politseiwagen, nur ein Fahrer ist zu sehen. Die Person blickt seitwärts, zögert eine Sekunde und läuft in die durch Pfeiler begrenzte Straße hinein. Im Hintergrund ist die US-Amerikanische Botschaft zu sehen.
[Ausblende] Die Person verschwindet in der Dunkelheit der fortlaufenden Straße. Es ist nichts geschehen.
[Innere Bewandnis] Das Herz der Person schlägt laut, als die Autosirene aufheult. Sie hat den Wagen nicht berührt, und trotzdem wurde ihr Vorbeigehen lautstark untermalt. Die plötzliche Anwesenheit der gesetzlichen Obrigkeit lässt die Person für eine Sekunde innehalten „Habe ich etwas …“. Ein innerer Impuls lenkt die Person fort von dem Ort des Geschehens. Angespannt und aus dem Augenwinkel betrachtet die Person die Botschaft und konstruiert aktionsreiche Kopfkinogeschichten.
Es ist nichts Geschehen auf dem Weg nach hause.
Heute, 5. Tag im neuen Jahr ungefähr 1042 Kilometer Luftlinie fern der berlinischen Heimat bei -10° Tagestemperatur. Es ist 16:45 Tallinn-Zeit und die Sonne hat ihre Strahlen bereits auf andere Regionen dieser Erde gelenkt. Es ist um die 72. Stunde meines Aufenthalts in der Stadt an der Ostsee. Der Wind weht eisig um das Haus, und rötet Wangen, Nasen und – falls unbedeckt – Ohren. Länger als 60 Minuten am Stück konnte ich nicht durch die Gassen von Vanalinn und Toompea wandeln.
Beindruckend ist: Die häufige Benutzung von doppelten Vokalen in der estnischen Sprache. Drei bis vier Lieblingsworte an diesem Tag: Seksi, Mööbel, Politsei.
Ich bin noch in der Gewöhnungsphase und nähere mich langsam an. Zeit genug bleibt, um zum Beispiel die vereiste Meeresküste im Tallinna Laht zu sehen, die kleinen Cafés in der Altstadt zu besuchen, nach Helsinki zu reisen, …
Was kommt morgen? Ein Bliick in die Woohnstaatt der Salooniere.
Tere õhtust!
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