Beiträge vom Dezember 2007
Zum Zitat notiert
Dezember 30, 2007 · Kommentar schreiben
Per Zufallsklick durch den Zitatewald und nach Kategorie wie auch Autor sortiert, zur Schau gestellt und versuchsweise Kommentare zu weisen Worte und wortbildernen Allegorien gebildet. Heute zu Gast:
„Und ich erzog mir die Sprache zum Bösewicht.“
Herbert Achternbusch (*1938), dt. Filmemacher u. Schriftsteller
Verletzende Worte, spitze Zunge, ätzende Sätze, vergifteter Tonfall. Die Sprache als ausführendes Organ der bösen Macht, tötet wie ein pfeilschnelles Präzisionsgewehr auf den Buchstaben genau. Vor der Bluttat steht der Befehl. Jeden Tag ein hinterhältiger Meuchelmord. Üble Nachredefetzen wabern aus der Gerüchteküche und würgen an der Würde des im Gespräch Gemeinten. Manipulation der Massen mittels propagandagesteuerten Reden an die Nation. Ein Wort – ein Dolchstoss – ein gesellschaftlicher Untergang.
Kategorien: Literatur · Zitatberichte
4mal andere Seiten aufziehen
Dezember 30, 2007 · Kommentar schreiben
Fotonen: Rekordr mit täglich neuen Bildern
Genreverwandte Textartistik ist bei poeblo zu finden
Bildberichte anders gestalten oder: Fotos, die es nie gegeben hat auf unphotographable
Gedichte im öffentlichen Raum aufgehängt: augenpost für Jedermann
Kategorien: Auswärts
Zwischen den Jahren
Dezember 29, 2007 · Kommentar schreiben
Es gibt eine Zeit, die dazwischen hängt, Stunden, die rauch- und knallgeschwängert das Alte verabschieden und das Neue unbestimmt begrüßen. Die Straßen sind in ein schummriges Licht getaucht, Nebelschwaden ersetzen den nicht vorhandenen Schnee und dämpfen alle Geräusche außer den Böllerrufen. Das Sinnen über den Sinn des Lebens beherrscht gänzlich die Gedanken und gute Vorsätze klopfen leise an die Tür des Gewissens.
Wir sind Gefangene unserer Gewissenbisse, die mitunter tiefere Wunden in den vergangenen 365 Tagen hinterlassen haben. Gerade deshalb sind wir besonders empfänglich für alle Neuanfang-Heilsverkündigungen. „Reinige Dich selbst“ heißt das Zauberwort und jetzt sind die Uhren so gestellt, dass ein neues Leben sein könnte, müsste, sollte.
Ein neues Leben, jedes Jahr neu geeicht, wäre aber eine grauenvolle Zeit, mit der wir uns vereinigen müssten. Die Vergangenheit ist abgestreift und nichts bleibt als die „Tabula Rasa“. Deshalb blicke ich zurück auf brüchige aber auch heitere und letztendlich wundervolle Jahre und habe nichts, was ich zum und nach dem Ersten.Ersten.Zweitausendacht gänzlich anders machen wollte.
Herzlich Willkommen in der neuen-alten Zeitrechnung!
Kategorien: Wortspielchen
Spätlese, Jahrgang 2007
Dezember 29, 2007 · Kommentar schreiben
Zwischen den Jahren betrachtet ein jeder gerne, was die herausragenden Ereignisse der vergangenen 355-Und-Plus-Tage gewesen sind, und in diesem Zuge will ich ganz dem Trend folgen und meine Textulanten zum Besten geben:
Die Wiederentdeckung: Eislaufen, die Beine zittern, die Waden schmerzen und verbissen kämpft ein jeder Laie darum, nicht die eisüberzogene Bahn mit den blanken Lippen zu küssen.
Das Wort: Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli im sprachlichen Stil einer vergangenen fast schon fotografischen Zeit, aber rückwärts erzählt.
Die Erzählung: Findet in einem außergwöhnlichen Film ihren Ausdruck. Gone Baby Gone beschreibt den Stoff der menschlichen Welt, aus dem die Tränen sind.
Der Klang: Die Muse singt unbeabsichtigt ein paar Jahre später mir zum Gehör, während ich in der Badewanne genau dieses herzzerreissende Lied entdecken darf.
Das Bild: Reiner Leist hat New York fotografiert. Nicht nur einmal, sondern immer Window – und immer wieder genau denselben Bildausschnitt.
Das Gefühl: Wegzugehen, jetzt, in die Kälte, für ein paar unbestimmte Monate.
Der Sinn: Textulieren. Wortjonglieren. Satzbrillieren.
Welche Unvergesslichkeiten in der Zeit Eins-Eins-Zweitausendsieben bis Drei-Zwanzig-Zweitausendsieben hast Du zu vertextulieren?
Kategorien: Salon
Körperlichkeiten
Dezember 6, 2007 · Kommentar schreiben
Nasenknick, Augenblick.
Ohrenschmaus, Hauptkopflaus.
Mundschenk, Handgelenk.
Pulsklopfen, Blutstropfen.
Kniescheibe, Schienbeinreibe.
Knochensplitter, Magenbitter.
Lymphdrainage, Fußmassage.
Leberfleck, Fingernageldreck.
Pobacke, Hautmacke.
Wimpernzange, Backenwange.
Brauenstift, Venengift.
Lungenflügel, Faustgeprügel.
Bauschmerz, Hasenherz.
Zahnstein, Schlüsselbein.
Zungenschnalzer, Daumenwalzer.
Darmstadt, Schulterblatt.
Achselhöhle, Porenöle.
Muskelzucken, Rückenjucken.
Zehensocken, Schamhaarlocken.
Kategorien: Lieblingstiltext · Wortspielchen
Wei(h)n/ach/ten
Dezember 5, 2007 · 1 Kommentar
alle jahre wieder kommt die glitzerbunte, zuckersüße weihnachtszeit.
allejahrewiederkommtdieglitzerbuntezuckersüßeweihnachtszeit.
all ejahrew iederkommt dieglit zerbun tezuck ersü ßeweihn achtsze it.
ll jhr wdr kmmt d gltzrbnt zckrsß whnchtszt.
alla jahra waadar kammt daa glatzarbanta zackarsaßa wahnachtszat.
elle jehre weeder kemmt dee gletzerbente zeckerseße wehnechtszet.
illi jihri wiidir kimmt dii glitzerbinti zickirsißi wihnichtszit.
ollo johro woodor kommt doo glotzorbonto zockorsoßo wohnochtszot.
ullu juhru wuudur kummt duu glutzurbuntu zuckursußu wuhnuchtszut.
glatze zack wahnacht weh glitzer glotz zock soß wohn zur zuck
ällä jährä wäädär kämmt dää glätzärbäntä zäckärsäßä wähnächtszät.
öllö jöhrö wöödör kömmt döö glötzörböntö zöckörsößö wöhnöchtszöt.
üllü jührü wüüdür kümmt düü glützürbüntü zückürsüßü wühnüchtszüt.
wähnwöhnwühn kämmtkömmtkümmt zäckzöckzück zärzörzür zätzötzüt.
aullau jauhrau waudaur kaummt dau glautzaurbauntau zauckaursaußau wauhnauchtszaut.
eillei jeihrei weideir keimmt dei gleitzeirbeintei zeickeirseißei weihneichtszeit.
eulleu jeuhreu weudeur keummt deu gleutzeurbeunteu zeuckeurseußeu weuhneuchtszeut.
Kategorien: Sprache · Wortspielchen
Heartly Luckwish
Dezember 2, 2007 · Kommentar schreiben
Um ein neues Rezept schmeckt wie eine Wolke. Rife mit der Erwartung, Neugier und Freude, die Sie öffnen den Mund, um die ersten leckeren Bissen. Fast ohne Pause Ich bin der Suche nach neuen Gerichten zu bringen Aromen der wahrscheinlich älteste Kontinent und der Europäischen Ländern zusammen. Alles, was ich habe ist sehr schätzen meine Gäste. Im Senegal sie sagen „, die nach der Zunge kann nicht verlieren, die Art und Weise“. Meine Zunge immer zeigt mir den richtigen Weg zu gehen. Mit ihm habe ich beschlossen, wählen Sie die beste Restaurant, mit ihm, finde ich neue Rezepte und neue Freunde zu gewinnen. Meine Zunge hilft mir, Dinge zu sagen, ohne die richtigen Worte. Es ist immer mit mir, es ist meine Leidenschaft.
Heute – das Glück mich – ich habe einige Minuten zu erleben, während das Kochen. Ich habe kombiniert ein einfaches Rezept von meiner ersten Heimat – Senegal – mit typischen Zutaten aus meiner zweiten Heimat – Deutschland:
Nehmen Sie 200g Sorghum, 400 ml. Hühnerbrühe, 1 Lorbeerblatt (aus dem Garten), 10g Butter, mahlte schwarzer Pfeffer, Paprika Pulver, Salz, 1 Bund Petersilie. Mit diesen elementaren Bestandteile ich…
[aus lifeminutes - übersetzt mit einem Online-Spachtool]

